Schulängste verstehen Kinder stärken Lös

Erste Hilfe bei Schulangst & Schulangst

Sollte Dein Kind nicht von alleine auf Dich zukommen, so nutze einen passenden Moment und versuche ein offenes Gespräch zu initiieren. Ein guter Gesprächsöffner kann z.B. die Frage sein: "Wie geht es Dir in der Schule"? , "Wieviel Spaß macht Dir zur Zeit die Schule?" oder "Wie ist die Stimmung in der Schule?".

Es gilt für Dich vorab zu begründen, woran Du Deine Vermutung festmachst. Notiere Dir diese Punkte und spreche ganz behutsam Dein Kind darauf an. Je nach Alter kannst Du hier offen über Deine Gedanken und Notizen sprechen. Es ist hierbei besonders wichtig Verständnis und Akzeptanz für Schulangst zu zeigen, ohne es jedoch zu dramatisieren.

Du entscheidest natürlich selbst ob und wen Du als Hilfestellung bei dem Thema heranziehst. Vielleicht hast DU das Gefühl, dass noch nicht der richtige Zeitpunkt ist,  um ganz "groß" aufzufahren und möchtest zunächst mit entsprechenden Selbsthilfetools und Techniken Deinem Kind zur Seite stehen.

Schulkinder

Ist die Angst jedoch sehr stark ausgeprägt, rate ich Dir nicht all zu lange zu warten. Ohne schwarz malen zu wollen sei Dir aber gesagt, dass Schulangst/ Schulphobie nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Je früher Du professionelle Hilfe annimmst, desto besser und schneller kann geholfen werden. 

Erste Anlaufstellen bei auffallenden körperlichen Symptomen oder auffälligen Fehlzeiten:

  • Klassenlehrer

  • Vertrauenslehrer

  • Schulpsychologen

  • Erziehungsberatungsstellen

  • Haus- oder Kinderärzte 

Je nach Ausprägung der Schulangst/Schulphobie ist es wichtig, schnell professionelle Unterstützung zu erhalten. Haus-oder Kinderärzte können hier erste Anlaufstelle sein, die weiterführende Hilfestellen benennen können. Der Gang zum Kinderarzt ist zudem auch wichtig, da er/sie die Symptome wie Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Ähnliches auf deren Ursache hin überprüfen kann. Das gibt Dir zudem Sicherheit für Deine weiteren Schritte. Wenn organisch alles ok ist, dann sind körperliche Beschwerden psychosomatisch. Dein Kind wird je nach Altersstufe dies noch nicht gut einordnen können. Versuche hier Dein Kind behutsam an die Verbindung zwischen Körper und Psyche heranzuführen.

Wo erhältst Du Hilfe?

 

Das Hilfsangebot ist regional unterschiedlich. Sicherlich kann dir deine Krankenkasse Empfehlungen für die ersten Schritte aussprechen. Deine Krankenkasse bieten evtl. sogar Hilfskooperationen an. 


Schulen gehen auch sehr unterschiedlich mit dem Thema um. Lehrer*Innen sollten geschult sein und auch den Unterscheid zwischen Schulangst und Schulphobie kennen. Aber leider entspricht das nicht immer der Realität. Finde heraus wie die Schule und/oder die betreffenden Lehrer mit dem Thema umgehen. Womöglich erhältst Du auch hier direkt Empfehlungen und eine Hilfestellung.

Die naheliegendste Anlaufstelle können die Schulsozialarbeiter*Innen der Schule deines Kindes sein. Aber auch hier solltest du zunächst die Unterstützung und Einstellung zu dem Thema  ausloten. 

WICHTIG: Krankschreibungen sind keine dauerhafte oder empfehlenswerte Lösung, da sie die Angst aufrechterhalten oder sogar verstärken.

Wie wird Schulangst behandelt?

Schulangst wird üblicherweise durch eine Austestung bei einem Psychologen/ Psychotherapeuten diagnostiziert. Dazu wird der behandelnde Psychologe mit Fragebogen und Gesprächen sowohl mit dem Kind als auch mit Dir arbeiten.

 

Sollte die Fehlzeit bereits eine längere Zeit bestehen, sollte auf jeden Fall eine diagnostische Klärung bei einem Kinder- und Jugendpsychiater, Psychologen oder Psychotherapeuten erfolgen. Diese werden daraufhin die Behandlungsstrategie vorschlagen. 

 

Schulängstliche/ Schulphobische Kinder und Jugendliche können sowohl ambulant als auch stationär behandelt werden. Dies basiert aufgrund der individuellen Betrachtung von Vermeidungsstrategien, familiären Situationen, Alter und Symptomgrad. Oftmals ist sogar eine stationäre Therapie zielführender als eine punktuelle ambulante Therapie.

 

Mädchen in der Therapie

So unterschiedlich die Ursachen für das Fernbleiben der Schule sind, so unterschiedlich sind auch die Therapieansätze.

Kinder und Jugendliche, deren Schulangst aufgrund von Mobbing/ Bloßstellen und Ablehnung basieren, gilt es zu stärken. Dazu sollten gemeinsam mit der Schule konkrete Unterstützung- und Wiedereingliederungsstrategien entwickelt werden oder sogar ein Schulwechsel in Betracht gezogen werden. In der Regel hat das Selbstbewusstsein von Mobbingopfern sehr stark gelitten. Eine Verhaltenstherapie kann dem Kind die nötige Selbstwirksamkeit zurück schenken. 

Schulphobischen Kinder, deren Angst vorwiegend durch Trennung ausgelöst werden, gilt es durch eine familienintergrierten Verhaltenstherapie zu helfen. Hierbei sind Abösungsproblematiken und Selbstwertsteigernde Maßnahmen zentrale Ansatzpunkte.

Blogbeitrag: Wenn Kinder Angst vor der Schule haben -

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